Dreihunderttausend Menschenleben: Männer, Frauen und Kinder wurden im Nazi-Deutschland in den Jahren zwischen 1939 und 1945 ausgelöscht. Sie entsprachen nicht den Kriterien, die das Regime in Komplizenschaft mit Psychiatern zum Zweck der Züchtung einer starken, gesunden und schönen Rasse willkürlich aufgestellt hatte. Menschen mit körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen, Asoziale, Schizophrene, Epileptiker und Taubstumme wurden eliminiert. Das Ergebnis war keine neuen Rasse, sondern eine schreckliche Unmenschlichkeit.

All jene, die Frauen, Kinder und Männer beseitigten, weil sie nicht der Norm entsprachen, erwarben dadurch keine Überlegenheit, sondern wurden zu „Menschenfresser“ wie wir sie aus den Märchen unserer Kindheit kennen und fürchten. Die Begriffe “Eugenik” und “Euthanasie” werden in wissenschaftlichen Debatten und in der Gesellschaft immer wieder thematisiert.

Im Namen des Darwinismus und des biologischen Determinismus wurde jede Art des Andersseins vernichtet: Sie verdienten es nicht zu existieren.

Mit: Melanie Goldner, Paola Guerra, Alexandra Hofer, Graziano Hueller, Michael Untertrifaller, Maria Magdolna Johannes, Jason De Majo, Mattia Peretto

Regie: Antonio Viganò
Produktion: Theatraki, Teatro la Ribalta, Lebenshilfe